Museen und Kunst

Dämmerung. Stoga, Isaac Ilyich Levitan, 1899

Dämmerung. Stoga, Isaac Ilyich Levitan, 1899

Dämmerung. 59,8 x 74,6

Das Motiv dieses Gemäldes von Isaac Ilyich Levitan ist äußerst einfach - ein gemähtes Feld, Himmel mit einem trüben Mond und Heuhaufen... Aber was für eine Durchdringung, was für eine hohe Poesie! "Zu solch erstaunlicher Einfachheit und Klarheit des Motivs, das Levitan kürzlich erreicht hat", sagte A.P. Chekhov, "hat ihn niemand erreicht, aber ich weiß auch nicht, ob jemand danach kommen wird."

In der späten Zeit ist das Werk des Künstlers von Verallgemeinerung und Lakonismus geprägt, kombiniert mit einem großen Inhalt des Naturbildes. Levitan liebt es jetzt, Abend- und Nachtnatur zu schreiben - eine Zeit, in der ein besonderes, unsichtbares Leben in ihr erwacht. In dieser Dämmerungsstunde lässt die Natur nach, als würde sie auf sich selbst hören. In der Luft, die sich aus der Dunkelheit verdickt, verlieren die Formen ihre Masse und Masse, wirken gespenstisch. Stapel sehen aus wie Silhouetten. Ihr sich wiederholender gemessener, gemächlicher Rhythmus informiert die Landschaft über die Stimmung eines ruhigen Nickerchens. Die Natur, die sich im trüben Licht eines trüben Mondes nicht bewegt, wirkt mysteriös, mysteriös und vorsichtig. Mit erstaunlicher Durchdringung, Sensibilität und Wachsamkeit fängt Levitan die subtilsten Manifestationen des Lebens der Natur ein, ihre inneren Schläge und Rhythmen, die vor den Augen der Künstler verborgen sind. Der Künstler offenbart dies in einer ebenso unmerklichen, subtilen Farbbewegung. Die feinsten Schattierungen von Grün, Lila und Blau schaffen die Harmonie der Nachtlandschaft.


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